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Rollei Sensorpinsel Test   (1)

Der Reinigungspinsel von Rollei zum Reinigen von APS-C und Vollformat Sensoren getestet.
Userbewertung: 9 / 10 Punkte
Hinzugefügt am: 30.08.2016
Hinzugefügt von: seyjo
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# Testberichte und Kommentare (1):

Stimmung: positiv   seyjo  30.08.2016   00:25:06     

Rollei Sensorreinigungspinsel

 

Wer eine SLR besitzt, wird früher oder später mit dem Problem des Staubes konfrontiert.

Durch Objektivwechsel, Staubablagerungen am Bajonett und Pumpbewegungen von Zooobjektiven gelangt ruck zuck Staub in den Spiegelkasten und schnell auf den Sensor.

 

Fotografiert man nun mit einer geschlosseneren Blende werden die Staubpartikel sichtbar, stören den Bildeindruck und die Qualität des Bildes.

Mühsames retuschieren der Staubkörner ist von Nöten.

Um dem zu entgehen schickt man in der Regel seine Kamera ab und an mal zum Service und lässt eine Sensorreinigung machen.

Dies kostet jedoch nicht nur recht viel Geld, sondern die heißbeliebte Kamera bleibt für mehrere Wochen weg.

 

Nun, ich war vor kurzem beim Elektrofachhändler in der Kameraabteilung und fand dies:

 

Rollei-Sensorpinsel.jpg

 

Die Rollei Sensorreinigungspinsel.

Da meine Kamera schon lange keine Herstellergarantie mehr besitzt (Diese würde nämlich beim Reinigen auf eigener Faust verfallen, also Vorsicht) wollte ich diese Pinsel mal ausprobieren.

Bisher hatte ich keine gescheite Alternative gefunden, jegliche anderen Methoden zum Selberreinigen des Sensors waren ne heiden Arbeit und machten den Sensor eher noch schmutziger als dass sie diesen sauber hinterließen.

 

In dem Paket sind 10 Vakuumverpackte Pinselchen enthalten, sowie eine Anleitung, auf mehreren Sprachen, mit genauer Anleitung zur Reinigung der Kamera und des Sensors.

Dies alles natürlich in Hochglanz - für knapp 20€ sehr löblich.

 

hauptb.png

 

 

Verschmutzter Sensor

 

Zunächst möchte man jedoch sich ein Bild von machen, wie viel Staub tatsächlich auf dem Sensor ist, damit man für später einen Vergleich hat.

Gesagt getan, dazu schrauben wir schlicht ein Objektiv auf die Kamera, stellen den Fokus auf manuell und unendlich, die ISO auf 100 und belichten bei möglichst geringer Blende (ab f16 +) eine möglichst helle und gleichmäßige Wand.

Sollte keine Wand zur Verfügung stehen, welche ein gescheit ausgeleuchtetes Bild bei einer so weit geschlossene Blende zulässt, kann gerne einfach wild ins Blaue (Himmel)geschossen werden.

 

Ein Blick auf das geschossene Bild zeigt mir meine „Problemzonen“, hier rot eingekreist:

 

Vorher.jpg

 

Nun, wird es Zeit den Sensor zu reinigen.

Dazu wird erstmal das Objektiv vom Gehäuse geschraubt, Bajonett und Spiegeklasten gesäubert und bei vollem Akku der Reinigungsmodus der Kamera gestartet.

Hierbei klappt der Spiegel hoch und gibt den Sensor frei. Erst nach einem Ausschalten der Kamera klappt der Sensor wieder in die Arbeitsposition zurück.

So bleibt genug zeit sich erstmal mit der Sensorumgebung vertraut zu machen und in Ruhe zu schauen was nun geputzt werden soll.

 

Nach dem Auspacken eines der 10 kleinen Tütchen sind die Arbeitsschritte, wie in der Anleitung angegeben, recht einfach:

Oben links ansetzen, langsam und mit möglichst wenig Druck bis zur gegenüberliegenden Seite fahren, den Pinsel auf links drehen und die nicht gewischte Fläche auf dem Rückweg mitnehmen.

 

Fertig… oder?

 

Ich klappe den Spiegel natürlich wieder runter, setze ein Objektiv drauf und vollführe die Kontrollschritte von etwas weiter oben nochmal, um zu schauen wie gut die Rollei Sensorpinsel nun tatsächlich sind.

Hier das Ergebnis. Problemstellen sind wieder rot eingekreist:

 

nachher.jpg

 

Wie wir eindeutig sehen können, sind zwar noch einige Staubkörnchen vorhanden, doch haben die Sensorpinsel durchaus eine gute Arbeit geleistet.

Ich denke mit etwas Übung und angepasster Arbeitsweise, lassen sich da nahezu reine Sensoren zaubern.

 

Mein Fazit:

Solltest die Garantie deiner Kamera abgelaufen sein, sind die Rollei Sensorpinsel eine gute und günstige alternative zur traditionellen fachmännischen Reinigung.

Der Prozess ist recht einfach, trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen, denn ein gebrochener Sensor ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Somit obliegt es jedem einzelnen ob er die Rollei Sensorpinsel als Alternative in Erwägung ziehen möchte.

 

Ich habe in dem Falle nichts zerstört (Bin da sehr tollpatschig muss ich gestehen) und werde in Zukunft wieder die Rollei´s Sensorpinsel nutzen, denn besonders im Urlaub erlauben diese Sensorpinsel ein schnelles und bequemes säubern des Sensors.

 

Bewertung:

Volle Punkte, ganz klar.

Ich bin total begeistert, für knapp 20€ kann man bis zu 10 mal den Sensor reinigen, sprich eine Reinigung kostet 2€ und etwa 10 Minuten Zeit.

Stellt man dies eine Fachmännische Reinigung als Vergleich entgegen, fallen etwa 100-150€ an plus ein Verzicht auf seine Ausrüstung für etwa 2 Wochen.

 

Bedenke aber, Nutzung auf eigene Gefahr. machst du dabei etwas kaputt, haftest du selber!

 

 

Viel spaß mit den Sensorpinsel und nem sauberen Sensor ;)



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